Was macht ein Einkaufsberater für Unternehmen?

Was macht ein Einkaufsberater für Unternehmen?

Inhaltsangabe

Ein Einkaufsberater hilft Firmen dabei, die Beschaffung effizienter und kostengünstiger zu gestalten. Er analysiert Ausgaben, bewertet Lieferanten und entwickelt Maßnahmen zur Beschaffungsoptimierung. Mittelständische Unternehmen ebenso wie Konzerne in Deutschland profitieren von dieser Expertise.

Zu den typischen Einkaufsberater Aufgaben gehören Spend-Analyse, Category Management und die Verhandlungsführung mit Lieferanten. Ergänzend implementiert er E-Procurement-Lösungen und definiert KPIs, damit Einsparungen messbar werden.

Die Einkauf Beratung Deutschland liefert einen neutralen Blick auf interne Prozesse. Externe Berater bringen Methodenkompetenz und kurzfristige Skalierbarkeit, ohne von Betriebsblindheit geprägt zu sein.

Ergebnisse sind oft niedrigere Beschaffungskosten, bessere Lieferantenqualität und standardisierte Prozesse. Bei der Bewertung eines Angebots zählen Leistungsspektrum, Referenzen, Vorgehensweise und nachweisbare Einsparungen.

Was macht ein Einkaufsberater für Unternehmen?

Ein Einkaufsberater unterstützt Unternehmen bei der Optimierung ihrer Beschaffungsprozesse und beim Lieferantenmanagement. Er bringt Fachwissen zu strategischen Beschaffungsfragen, analysiert Spend-Daten und entwickelt pragmatische Maßnahmen, die operativ oder strategisch umgesetzt werden können.

Definition und Rolle eines Einkaufsberaters

Die Rolle Einkaufsberater umfasst Beratung in Kostenstruktur, Vertragsgestaltung und Lieferantenentwicklung. Er erstellt Analysen, führt Ausschreibungen durch und begleitet Verhandlungen.

Ein Einkaufsberater liefert Methodenwissen, Best-Practice-Modelle und Tools zur nachhaltigen Verbesserung. Oft steht er dem Management als Sparringspartner bei strategischen Entscheidungen zur Seite.

Unterschiede zwischen internem Einkäufer und externem Berater

Interne Einkäufer kennen Betriebsabläufe und pflegen langfristige Lieferantenbeziehungen. Sie sind in tägliche Beschaffungsprozesse eingebunden und tragen Verantwortung für die laufende Versorgung.

Der Unterschied externer vs interner Einkäufer zeigt sich in Perspektive und Einsatzdauer. Externe Berater bringen branchenübergreifende Erfahrungen und eine unabhängige Verhandlungsposition. Sie arbeiten projektbezogen und liefern Impulse für schnelle Effekte.

Typische Einsatzfelder in deutschen Unternehmen

Einsatzfelder Einkauf Beratung reichen vom indirekten Einkauf wie IT, Marketing und Facility bis zum direkten Einkauf von Rohstoffen und Bauteilen. Projekte umfassen Category Management, Lieferantenkonsolidierung und Vertragsoptimierung.

Weitere Aufgaben sind Turnaround-Projekte, M&A-Support bei Lieferantenintegration und die Digitalisierung der Beschaffung. Solche Maßnahmen verbessern Effizienz und Transparenz in der Beschaffung Deutschland.

Leistungen und Servicepakete eines Einkaufsberaters

Ein Einkaufsberater bündelt fachliche Expertise und praxiserprobte Methoden, um Einkaufsteams gezielt zu stärken. Er bietet modulare Leistungen, die an Unternehmensgröße und Branche angepasst werden. Kunden profitieren von klaren Arbeitspaketen, messbaren Zielen und enger Abstimmung mit der internen Rechts- und Finanzabteilung.

Analyse der Spend- und Lieferantenstruktur

Zu Beginn steht eine gründliche Spend-Analyse, die Ausgaben nach Warengruppen und Lieferanten gliedert. Diese Analyse zeigt Tail-Spend, strategische Lieferanten und Einsparpotenziale auf.

Tools wie SAP Ariba, Coupa oder Jaggaer unterstützen beim Spend-Mapping und erlauben schnelle Auswertungen. Auf Basis der Ergebnisse ergibt sich eine priorisierte Maßnahmenliste.

Strategische Beschaffungsplanung und Category Management

Im nächsten Schritt entwickelt der Berater eine Beschaffungsstrategie je Warengruppe. Category Management strukturiert Verantwortlichkeiten und definiert sourcing-Strategien.

TCO-Analysen und Lieferantenentwicklungsprogramme helfen, langfristige Kosten zu senken und Qualität zu sichern. Die Reorganisation der Category-Organisation schafft klare Entscheidungswege.

Vertragsmanagement und rechtliche Beratung

Ein professionelles Vertragsmanagement Einkauf umfasst Prüfung und Optimierung von Rahmenverträgen sowie SLA-Definitionen. Wichtige Punkte sind Haftungs- und Lieferklauseln sowie Preis- und Lieferkonditionen.

Zur Absicherung arbeitet der Einkaufsberater eng mit internen Rechtsabteilungen oder externen Kanzleien zusammen, um compliance-konforme Verträge nach BGB und HGB zu gestalten.

Ergänzende Services runden das Angebot ab: Durchführung von Ausschreibungen, Unterstützung bei Verhandlungen und Implementierung von KPIs sowie Reporting-Strukturen. Lieferantenanalyse gehört dabei zum Standard, damit Entscheidungen datenbasiert getroffen werden.

Methoden zur Kostenreduktion und Einsparpotenziale

Effektive Strategien zur Kostenreduktion Einkauf verbinden Verhandlungsgeschick, Struktur in der Lieferantenauswahl und technologische Umsetzung. Ein abgestimmter Mix aus Taktiken schafft schnell sichtbare Einsparungen und legt den Grundstein für nachhaltige Einsparpotenziale Beschaffung.

Preisverhandlungen und Konditionsoptimierung

Vorbereitung ist entscheidend. Teams nutzen Benchmarks und Marktpreise, um realistische Ziele zu setzen. Volumenhebel werden gezielt eingesetzt, um bessere Preise und Rabattstaffeln zu erreichen.

Mehrstufige Verhandlungsstrategien verringern Risiken. E-Auctions liefern transparente Marktpreise und beschleunigen Entscheidungen. Rahmenverträge sorgen für stabile Konditionen über einen längeren Zeitraum.

Lieferantenkonsolidierung und Rahmenvereinbarungen

Eine Reduktion der Lieferantenanzahl führt zu besseren Konditionen und weniger administrativem Aufwand. Durch Lieferantenkonsolidierung steigen Verhandlungsmacht und Planbarkeit.

Strategische Partnerschaften fördern Innovationsprojekte und gemeinsame Kostensenkungen. Zentrale Rahmenvereinbarungen standardisieren Prozesse und reduzieren Lieferzeiten.

Procurement-Technologien und Automatisierung zur Kostensenkung

Digitale Lösungen wie SAP Ariba, Coupa oder Ivalua verbessern Transparenz und senken manuelle Aufwände. Systeme für P2P und Supplier-Relationship-Management verkürzen Durchlaufzeiten.

RPA automatisiert repetitive Schritte. Elektronische Rechnungsverarbeitung erhöht Skonto-Ausnutzungen und reduziert Fehler. E-Procurement schafft zudem messbare Effekte bei der Prozesskostenreduktion.

Kurzfristig zeigen sich direkte Preisnachlässe. Mittelfristig sinken Prozesskosten durch Automatisierung. Langfristig bringen Lieferantenentwicklung und TCO-Optimierung nachhaltige Einsparpotenziale Beschaffung.

Prozessoptimierung im Einkauf

Prozessoptimierung Einkauf beginnt mit einer klaren Bestandsaufnahme. Die Digitalisierung von Abläufen schafft Transparenz und reduziert manuelle Fehler. Ein strukturierter Ansatz verbindet Technik, Organisation und Menschen.

Digitalisierung von Bestellprozessen und E-Procurement

Elektronische Kataloge und Self-Service-Bestellungen verkürzen Bearbeitungszeiten. Zentrale Einkaufsplattformen liefern bessere Daten für Analysen. In E-Procurement Deutschland ermöglichen standardisierte Bestellprozesse Compliance und schnelle Auswertung.

Workflow- und Genehmigungsstrukturen effizient gestalten

Klare Genehmigungsstufen und Delegationsregeln vermeiden Engpässe. Die Integration in Systeme wie SAP S/4HANA verbindet Genehmigungsworkflow Einkauf direkt mit Stammdaten. Eine Prozesslandkarte und eine RACI-Matrix zeigen Verantwortungen und Eskalationspfade auf.

Key Performance Indicators (KPIs) zur Messung von Verbesserungen

Einkaufs-KPIs wie Einsparquote, Durchlaufzeit und Lieferantenpünktlichkeit geben cleare Messgrößen vor. Dashboarding und regelmäßiges Reporting ermöglichen die Nachverfolgung. Der Vertragsabdeckungsgrad und Bestellkosten pro Transaktion runden das Messsystem ab.

Change Management ist Teil jeder Umsetzung. Schulungen für Mitarbeitende und die Einbindung von Stakeholdern aus Einkauf, Fachbereichen und IT sichern nachhaltige Ergebnisse.

Risikomanagement und Lieferantenbewertung

Gutes Risikomanagement Einkauf beginnt mit klaren Prozessen zur Bewertung von Partnern. Ein praxisorientierter Ansatz kombiniert Bonitätsprüfungen, Audit-Ergebnisse und Qualitätsnachweise wie ISO-Zertifikate. Der Fokus liegt auf transparenter Lieferantenbewertung, die finanzielle Stabilität und Produktionskapazitäten gleichermaßen berücksichtigt.

Lieferantenqualifizierung und Due Diligence

Die Due Diligence Lieferanten umfasst strukturierte Prüfungen, die früh Risiken aufdecken. Unternehmen arbeiten mit Datenbanken für Bonitätsscoring und ergänzen das durch operative Audits.

Scorecards helfen, Ergebnisse standardisiert zu erfassen. So wird die Lieferantenbewertung nachvollziehbar und auditfähig.

Absicherung gegen Lieferengpässe und Preisvolatilität

Szenario-Planung reduziert Lieferkettenrisiken. Strategien wie Aufbau alternativer Lieferanten, Sicherheitsbestände und flexible Vertragsklauseln schaffen Handlungsoptionen.

Bei Rohstoffen können Hedging-Modelle und Nearshoring helfen, Preisschwankungen zu dämpfen. Business-Continuity-Pläne sichern kritische Lieferströme.

Nachhaltigkeits- und Compliance-Prüfungen

Nachhaltigkeit Einkauf wird Teil der Lieferantenbewertung. Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien fließen in Scorecards ein.

Prüfungen achten auf Konfliktrohstoffe, CO2-Bilanzen und Einhaltung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes. Regelmäßiges Monitoring sorgt für verlässliche Updates.

  • Regelmäßige Risikoreviews und Lieferanten-Audits
  • Transparente Reporting-Strukturen
  • Integration von Risikomanagement Einkauf in Beschaffungsprozesse

Auswahlkriterien für einen guten Einkaufsberater

Die Wahl eines geeigneten Beraters entscheidet häufig über den Erfolg von Beschaffungsprojekten. Wichtige Punkte sind nachweisbare Branchenkenntnis, methodische Tiefe, Softwarekompetenz sowie ein klares Kostenmodell. Eine strukturierte Auswahl verbessert die Trefferquote bei der Einkaufsberater Auswahl.

Branchenwissen und Referenzen in Deutschland

Der Berater sollte Erfolge in vergleichbaren Sektoren vorweisen können, etwa Maschinenbau, Automobil, Pharma oder Handel. Relevante Einkaufsberatung Referenzen sind Case Studies, konkrete Einsparungszahlen und Mandate mit deutschen Regularien.

Lokale Marktkenntnis und Compliance-Wissen sorgen für realistische Maßnahmen. Referenzen von Kunden wie Bosch, Siemens oder Bayer schaffen Vertrauen, wenn sie konkrete Ergebnisse belegen.

Methodenkompetenz und Softwarekenntnisse

Wichtige Procurement Skills umfassen Spend-Analytics, Category Management und Verhandlungsführung. Praktische Erfahrung mit SAP Ariba, Coupa, Jaggaer oder SAP S/4HANA ist ein Plus.

Fachliche Zertifizierungen wie CIPS oder EBP untermauern Methodenkompetenz. Der Berater sollte Prozesse schnell erfassen und digitale Tools zur Messung von Einsparungen einsetzen können.

Kostenmodell: Stunden-, Projekt- oder erfolgsbasierte Vergütung

Transparente Vereinbarungen reduzieren Risiko. Gängige Formen sind Stundensätze, Pauschalen und erfolgsbasierte Modelle. Bei der Bewertung der Beratungsvergütung Einkauf ist zu prüfen, wie Einsparungen definiert und gemessen werden.

Erfolgshonorare bieten Anreiz zur Zielerreichung, sind aber messmethodisch anspruchsvoll. Pauschalen erleichtern Budgetplanung. Mischmodelle kombinieren Planungssicherheit mit leistungsorientierter Vergütung.

Soft Skills und Vorgehensweise

Projektmanagement, Change-Management und klare Kommunikation sind entscheidend. Der Berater muss interne Stakeholder einbinden und Umsetzungspläne liefern, die das Team akzeptiert.

Transparente Reporting-Strukturen und ein iteratives Vorgehen erhöhen die Umsetzungschancen. Eine wohl durchdachte Einkaufsberater Auswahl berücksichtigt neben Fachwissen auch diese sozialen Kompetenzen.

Praxisbeispiele und Erfolgsgeschichten

Praxisbeispiele Einkaufsberatung zeigen, wie gezielte Maßnahmen im Einkauf konkrete Ergebnisse liefern. Der Text beleuchtet typische Use-Cases im Mittelstand, ein konkretes Einsparbeispiel und die langfristigen Effekte auf Wettbewerbsfähigkeit und Qualität.

Typische Use-Cases für mittelständische Unternehmen sind praxisnah und schnell umsetzbar. Häufig beginnt eine Einkaufsberatung mit der Konsolidierung indirekter Dienstleister. Eine andere Maßnahme ist die Einführung von E-Procurement-Systemen zur Standardisierung von Bestellungen. Weitere Anwendungsfelder sind die Optimierung von Verpackungs- und Logistikkosten sowie die strategische Neuausrichtung beim Rohstoffeinkauf.

Praxisbeispiele Einkaufsberatung helfen, Prioritäten zu setzen. Ein strukturiertes Vorgehen schafft Transparenz bei Lieferanten und Warengruppen. Das erleichtert spätere Verhandlungen und die Umsetzung von Maßnahmen.

Ein konkretes Einsparbeispiel zeigt typische Ergebnisse nach kurzer Projektlaufzeit. Ein mittelständischer Fertiger implementiert Category Management für Zukaufteile, führt strukturierte Ausschreibungen durch und konsolidiert Lieferanten. Das Resultat sind Einsparungen von acht bis fünfzehn Prozent in relevanten Warengruppen, verbesserte Lieferzuverlässigkeit und niedrigere Bestandskosten.

Dieses Einsparbeispiel Mittelstand dokumentiert, wie Zielsetzungen erreicht werden. Transparente Baselines und klare KPIs sichern die Nachweisführung. Regelmäßige Follow-up-Audits stellen sicher, dass Einsparungen nachhaltig bleiben.

Langfristige Effekte auf Wettbewerbsfähigkeit und Qualität zeigen sich in mehreren Dimensionen. Geringere Kostenstrukturen führen zu höheren Margen. Eine stärkere Verhandlungsposition gegenüber Lieferanten ermöglicht bessere Konditionen und Innovationspartnerschaften. Qualität stabilisiert sich durch klare Spezifikationen und langfristige Lieferantenbeziehungen.

Erfolgsgeschichten Einkauf liefern praxisnahe Learnings für andere Unternehmen. Eine dokumentierte Beschaffungsoptimierung Case Study dient als Blaupause für ähnliche Projekte. Gut aufbereitete Reporting-Matrizen und regelmäßige Reviews sichern den Transfer des Wissens in die Organisation.

Praxisbeispiele Einkaufsberatung und Erfolgsgeschichten Einkauf sind damit mehr als Zahlen. Sie zeigen einen Weg zur nachhaltigen Verbesserung von Kosten, Qualität und Lieferfähigkeit im Mittelstand.

Wie Unternehmen mit einem Einkaufsberater zusammenarbeiten

Die Zusammenarbeit Einkaufsberater beginnt mit einer klaren Projektstruktur. Zuerst steht die initiale Bedarfsanalyse und Scope-Definition, gefolgt von einer Spend-Analyse und der Identifikation von Quick Wins. Im nächsten Schritt erarbeitet das Team eine Strategie und einen Maßnahmenplan, der Verhandlungen, IT-Implementierung und Training umfasst. So wird der Einkauf Beratung Prozess nachvollziehbar und strukturiert umgesetzt.

Verantwortlichkeiten sind eindeutig zuzuordnen: Einkaufsberater, Einkaufsabteilung, Fachbereiche sowie Rechts- und Finanzabteilung und IT arbeiten nach einer RACI-Matrix. Regelmäßige Kick-off-Workshops, Status-Reports und Stakeholder-Reviews sichern die Akzeptanz. Beim Beschaffungsprojekt Deutschland helfen Change-Management-Maßnahmen, die Umsetzung in die Linie zu tragen.

Zur Implementierung Einkaufsberatung gehören klare Vertragsklauseln und messbare KPIs. Reporting-Intervalle und die Definition von Baselines legen fest, wie Einsparungen nachgewiesen werden (Brutto- vs. Nettosavings). Bei erfolgsbasierten Modellen ist Transparenz bei der Berechnung essenziell.

Praktische Hinweise: Referenzen prüfen, Pilotprojekte bevorzugen und interne Ressourcen bereitstellen. Eine offene Kostenstruktur und transparente Prozesse machen die Zusammenarbeit effizient und ergebnisorientiert. So wird jedes Beschaffungsprojekt Deutschland planbar und nachhaltig.

FAQ

Was macht ein Einkaufsberater für Unternehmen?

Ein Einkaufsberater unterstützt Unternehmen bei der Optimierung der Beschaffung, des Lieferantenmanagements und der Vertragsgestaltung. Er führt Spend-Analysen durch, entwickelt Category-Strategien, verhandelt mit Lieferanten und implementiert E-Procurement-Lösungen. Ziel sind niedrigere Beschaffungskosten, bessere Lieferantenqualität und standardisierte Prozesse.

Worin unterscheidet sich ein externer Einkaufsberater von einem internen Einkäufer?

Interne Einkäufer kennen operative Abläufe und pflegen langfristige Lieferantenbeziehungen. Externe Einkaufsberater bringen Best-Practice-Erfahrungen, methodische Expertise und eine unabhängige Verhandlungsposition. Sie arbeiten meist projektbasiert, liefern schnell Skalierbarkeit und neutralen Blick ohne Betriebsblindheit.

Für welche Bereiche ist ein Einkaufsberater in deutschen Unternehmen besonders relevant?

Einkaufsberater sind besonders gefragt im indirekten Einkauf (IT, Marketing, Facility), im direkten Einkauf (Rohstoffe, Bauteile), beim Category Management, bei Turnaround- und M&A-Projekten sowie bei der Digitalisierung von Beschaffungsprozessen.

Welche Leistungen und Servicepakete bieten Einkaufsberater an?

Typische Leistungen umfassen Spend- und Lieferantenanalyse, strategische Beschaffungsplanung, Vertragsmanagement, Durchführung von Ausschreibungen, Verhandlungsführung sowie Implementierung von KPIs und Reporting-Strukturen.

Welche Methoden werden genutzt, um Kosten zu reduzieren?

Kosten werden durch systematische Preisverhandlungen, Konditionsoptimierung, Lieferantenkonsolidierung, Rahmenvereinbarungen und Einsatz von Procurement-Technologien wie SAP Ariba, Coupa oder Ivalua gesenkt. RPA und e‑invoicing reduzieren Prozesskosten.

Wie werden Einsparpotenziale identifiziert und gemessen?

Einkaufsberater nutzen Spend-Analytics, Warengruppen-Clusterung und TCO-Analysen, um Potenziale aufzuspüren. Messbar sind direkte Preisnachlässe, Prozesskostenreduktion und langfristige TCO-Effekte. Transparente Baselines und definierte KPIs wie Einsparquote und Bestellkosten sichern Nachweisbarkeit.

Welche Technologien und Software sind wichtig im modernen Einkauf?

Relevante Tools sind E-Procurement- und P2P-Systeme sowie Spend-Analytics-Software. Beispiele sind SAP Ariba, Coupa, Jaggaer und SAP S/4HANA. Diese Systeme schaffen Transparenz, automatisieren Workflows und ermöglichen Dashboard-Reporting.

Wie unterstützen Einkaufsberater bei der Prozessoptimierung?

Sie digitalisieren Bestellprozesse mit elektronischen Katalogen und Self-Service-Bestellungen, gestalten Workflow- und Genehmigungsstrukturen effizient und definieren KPIs. Change Management, Schulungen und RACI-Matrizen sorgen für nachhaltige Umsetzung.

Welche Rolle spielt Risikomanagement im Einkauf?

Risikomanagement umfasst Lieferantenqualifizierung, Due Diligence, Bonitäts- und Qualitätschecks sowie Maßnahmen gegen Lieferengpässe und Preisvolatilität. Strategien beinhalten alternative Lieferantenpools, Sicherheitsbestände, Nearshoring und Business-Continuity-Planung.

Wie werden Nachhaltigkeit und Compliance im Lieferantenmanagement berücksichtigt?

Einkaufsberater integrieren ESG-Kriterien in Lieferantenbewertungen, prüfen Lieferketten auf Konfliktrohstoffe, messen CO2-Fußabdrücke und stellen die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben wie des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) sicher. Regelmäßige Audits und Scorecards sorgen für Monitoring.

Welche Auswahlkriterien sind wichtig bei der Suche nach einem Einkaufsberater?

Wichtige Kriterien sind Branchenerfahrung in Bereichen wie Maschinenbau, Automotive oder Pharma, nachweisbare Referenzen mit Einsparzahlen, Methodenkompetenz, Softwarekenntnisse (z. B. SAP Ariba, Coupa), transparente Kostenmodelle und Projektmanagement‑ sowie Change‑Management‑Fähigkeiten.

Welche Kostenmodelle bieten Einkaufsberater an?

Häufige Modelle sind Stundensätze, Pauschalprojekte und erfolgsbasierte Vergütung (z. B. Anteil an nachgewiesenen Einsparungen). Erfolgshonorare können motivierend sein, erfordern jedoch klare Definitionen zur Messung von Brutto‑ versus Nettosavings und zur Baseline.

Kann ein Einkaufsberater kurzfristig Quick Wins liefern?

Ja. Durch Spend‑Analysen, Konsolidierung von Lieferanten, Neuverhandlung von Rahmenverträgen oder E‑Auctionen lassen sich oft kurzfristig direkte Einsparungen erzielen. Parallel werden mittelfristige Prozessoptimierungen und langfristige TCO‑Maßnahmen gestartet.

Wie läuft die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Einkaufsberater typischerweise ab?

Projekte folgen Phasen: Bedarfsanalyse und Scope‑Definition, Spend‑Analyse und Quick Wins, Strategieentwicklung, Umsetzung (Verhandlungen, IT‑Implementierung), Transfer und Schulung sowie Monitoring. Klare Rollenverteilung, Kick‑offs und regelmäßige Status‑Reports sichern Erfolg.

Welche praktischen Hinweise sollten Unternehmen bei der Beauftragung beachten?

Referenzen prüfen, Pilotprojekte bevorzugen, interne Ressourcen bereitstellen und transparente KPIs vereinbaren. Eine klare Definition der Einsparnachweise und ein abgestimmtes Reporting erleichtern die Zusammenarbeit und sichern nachhaltige Ergebnisse.

Gibt es typische Erfolgsergebnisse, die Unternehmen erwarten können?

Typische Ergebnisse sind 5–15% Kostenreduktion in Zielwarengruppen, verbesserte Lieferzuverlässigkeit, reduzierte Bestandskosten sowie langfristig höhere Wettbewerbsfähigkeit durch optimierte Beschaffungsprozesse und stärkere Lieferantenpartnerschaften.

Welche Rolle spielen Dokumentation und Reporting nach Projektende?

Eine dokumentierte Baseline, KPI‑Reporting und Follow‑up‑Audits sind entscheidend, um Einsparungen zu verifizieren und Nachhaltigkeit sicherzustellen. Dashboards und regelmäßige Reviews unterstützen das Management bei der weiteren Steuerung.