Wie unterstützt Technologie Lean Manufacturing?

Wie unterstützt Technologie Lean Manufacturing?

Inhaltsangabe

Die Verbindung von Technologie und Lean-Prinzipien ist heute für produzierende Unternehmen in Deutschland zentral. Angesichts Fachkräftemangel und internationalem Wettbewerbsdruck fragen sich Entscheider, wie unterstützt Technologie Lean Manufacturing?, um Verschwendung zu reduzieren, Durchlaufzeiten zu verkürzen und die Qualität zu steigern.

Vor allem kleine und mittlere Unternehmen sowie größere Industrieunternehmen profitieren von gezielten Digitalisierungsmaßnahmen. Die Lean Digital Transformation ergänzt klassische Methoden wie Kaizen und 5S durch datengetriebene Werkzeuge und passt zur Industrie 4.0-Strategie der Bundesregierung.

Dieser Beitrag bewertet konkrete Lösungen aus Software, Hardware und Service. Er betrachtet Praxisnutzen, Implementierungsaufwand und wirtschaftliche Effekte mit Blick auf Produktionseffizienz Deutschland.

Leser können konkrete Beispiele und Messwerte erwarten, etwa OEE-Verbesserungen und Fehlerreduktionen, sowie pragmatische Umsetzungsstrategien und typische Fallstricke. Grundlage sind aktuelle, verifizierbare Quellen wie Siemens, Bosch, SAP und die Fraunhofer-Institute.

Wie unterstützt Technologie Lean Manufacturing?

Technologie verändert, wie Fabriken arbeiten. Das Toyota Production System legte die Basis für Lean, heute treiben Globalisierung und Fachkräftemangel die Nachfrage nach digitalen Lösungen weiter an. Die Lean Bedeutung für Industrie zeigt sich in der Notwendigkeit, flexibel auf Variantenvielfalt und kleine Losgrößen zu reagieren.

Kontext und Bedeutung für produzierende Unternehmen

Lean begann als systematische Reduktion von Verschwendung. Moderne Betriebe verbinden diese Prinzipien mit digitalen Werkzeugen, um Transparenz und Geschwindigkeit zu erhöhen. Forschungseinrichtungen wie das Fraunhofer-Institut validieren Konzepte, während Anwender wie Siemens Digital Industries oder Bosch Rexroth konkrete Umsetzungen liefern.

Wirtschaftlicher Druck zwingt zur Effizienzsteigerung Produktion. Durch vernetzte Datenquellen sinken Rüstzeiten und Bestände. Planer und Instandhalter gewinnen Einblick in Prozessdaten, was die Entscheidungszyklen verkürzt.

Technologie als Enabler für Lean-Prinzipien

Digitale Lösungen unterstützen Wertstromorientierung, Just-in-Time und Kaizen. MES und APS sorgen für standardisierte Abläufe. IoT-Sensoren liefern Echtzeitdaten, Bildverarbeitung erhöht die Qualitätskontrolle, Digital Twin erlaubt Simulationen vor physischen Eingriffen.

Künstliche Intelligenz und Predictive Maintenance reduzieren ungeplante Stillstände. Beispiele und Praxiserfahrungen sind in Berichten zu finden, etwa zur Anwendung von KI in der Fertigung, die Prozessdaten in Echtzeit analysiert und Abweichungen sofort erkennt. Ein praktischer Link beschreibt solche Entwicklungen näher: KI in der Fertigungsindustrie.

Messbare Vorteile: Effizienz, Qualität, Kosten

Technologie wirkt direkt auf Kennzahlen. Typische Lean KPI sind OEE, First Pass Yield, Durchlaufzeit, Lagerbestand und Rüstzeiten. Durch Predictive Maintenance sinken Ausfallzeiten. APS reduziert Bestände und optimiert Durchlaufzeiten.

  • OEE steigt durch automatisierte Überwachung und schnellere Gegenmaßnahmen.
  • First Pass Yield verbessert sich durch Inline-Inspektion mit Bildverarbeitung.
  • Durchlaufzeit verkürzt sich dank synchronisierter Planung und Steuerung.

Mehrere Abteilungen profitieren: Produktion, Instandhaltung, Qualität und Planung. Rollen verschieben sich in Richtung Datenanalytik und Prozessingenieurwesen. Anbieter wie SAP mit der Manufacturing Cloud bieten Tools zur Integration von Shopfloor und ERP, was die Umsetzung von Lean Enabler Technologie erleichtert und messbare Effizienzsteigerung Produktion unterstützt.

Digitale Werkzeuge zur Prozessvisualisierung

Digitale Werkzeuge machen Abläufe sichtbar und reduzieren räumliche Barrieren zwischen Büro und Fertigung. Durch klare Visualisierung steigen Transparenz und Reaktionsgeschwindigkeit auf dem Shopfloor. Dies unterstützt tägliche Gemba Walks und fördert ein transparentes Problem-Management.

Digitale Dashboards und KPI-Überwachung

Digitale Dashboards Produktion zeigen Kennzahlen in Echtzeit und helfen, Abweichungen sofort zu erkennen. Lösungen wie Microsoft Power BI, Siemens OpCenter oder Qlik verbinden Maschinendaten mit Geschäftszahlen.

Operatoren nutzen Drilldown-Funktionen, um Ursachen direkt zu analysieren. Das Ergebnis sind schnellere, datenbasierte Entscheidungen und weniger Stillstand.

Value Stream Mapping mit Softwareunterstützung

Value Stream Mapping Software modelliert Prozesse, berechnet Durchlaufzeiten und markiert Verschwendungspunkte. Digitale VSM-Tools liefern schnellere Updates als Papierkarten.

Teams simulieren Verbesserungsszenarien und prüfen Effekte auf Taktzeit und Materialfluss, bevor Änderungen live laufen. Integration mit Live-Daten erlaubt kontinuierliche Validierung.

Virtuelle Tafeln und Echtzeit-Statusanzeigen

Einsatz von virtuellen Tafeln und digitalen Andon-Boards verbessert die Kommunikation von Aufträgen, Wartungsbedarf und Störungen. Tools wie FactoryTalk View oder Mendix unterstützen visuelle Schichttafeln.

Virtuelle Tafeln fördern Maßnahmenverfolgung und beschleunigen Kaizen-Aktionen durch klar dokumentierte Verantwortlichkeiten. Die Verbindung zum Echtzeit Shopfloor stellt sicher, dass angezeigte Zustände aktuell sind.

  • Produktionsvisualisierung macht Engpässe sofort sichtbar.
  • Digitale Dashboards Produktion liefern KPI-getriebene Transparenz.
  • Value Stream Mapping Software ermöglicht schnelle Simulationen.
  • Echtzeit Shopfloor-Anzeigen unterstützen proaktives Handeln.

Offene Standards wie OPC UA erleichtern die Integration dieser Tools in bestehende Systeme. Anbieter und Plattformen liefern Bausteine, die sich an individuelle Fertigungsanforderungen anpassen lassen.

Automatisierung und Robotik im Lean-Umfeld

Automatisierung und Robotik ergänzen Lean-Prinzipien, indem sie Verschwendung reduzieren und Flexibilität steigern. Viele Mittelständler prüfen schrittweise Lösungen, die Mensch und Maschine eng verzahnen. Pilotzellen erlauben Tests ohne großflächige Eingriffe in bestehende Linien.

Kollaborative Roboter kommen besonders dort zum Einsatz, wo teilautomatisierte Stationen benötigt werden. Hersteller wie Universal Robots und KUKA bieten Cobots mit einfacher Programmierung und sicherer Mensch-Roboter-Kollaboration. Solche Roboter erlauben schnelle Umrüstungen für Variantenfertigung und unterstützen die Flexibilität in Montage und Verpackung.

Automatisierte Materialflüsse reduzieren Transportverschwendung und verkürzen Suchzeiten. Systeme wie fahrerlose Transportsysteme (FTS/AGV) und automatische Lagersysteme (AS/RS) integrieren sich in bestehende Produktionslinien. Beispiele aus der Praxis zeigen den Einsatz von AGVs von Jungheinrich und Dematic in mittelständischen Betrieben zur Optimierung interner Logistik.

ROI Robotik wird messbar durch kürzere Durchlaufzeiten, weniger Fehler und reduzierte Personalkosten pro Stück. Typische Amortisationszeiten für gezielte Automatisierungsprojekte liegen häufig zwischen 12 und 36 Monaten. Bei Serienfertigung treten Skaleneffekte auf, die den Stückpreis weiter senken.

  • Vorteile: schnelle Umrüstbarkeit, höhere Prozessstabilität, geringere Fehlerquote.
  • Implementierung: Sicherheitskonzepte, Integration in Steuerung, Mitarbeiterschulung.
  • Hersteller und Partner: KUKA, ABB, Universal Robots, Systemintegratoren für Praxisevaluierung.

Bei der Einführung empfiehlt sich ein modularer Ansatz. Kleine Pilotprojekte zeigen Wirkung und liefern Kennzahlen für die Skalierung. So bleibt die Produktion flexibel, während Automatisierung Produktion und Fördertechnik Lean echten Nutzen bringen.

IoT und Vernetzung für kontinuierliche Verbesserung

Vernetzte Systeme verwandeln Werkshallen in datengetriebene Produktionsräume. Im Fokus stehen praxisnahe Lösungen, die Transparenz schaffen und Prozesse fortlaufend optimieren.

Maschinendaten erfassen und analysieren

Sensorik, Datenlogger und Protokolle wie OPC UA oder MQTT sammeln Signale zu Temperatur, Vibration und Energie. Das ermöglicht eine fundierte Maschinendaten Analyse und zeigt Trends bei Anlagenzuständen.

Fertigungsunternehmen nutzen diese Informationen zur Verbrauchsüberwachung und zur schnellen Fehlerlokalisierung. Die Datenbasis verbessert Entscheidungen auf Werksebene.

Predictive Maintenance zur Ausfallreduktion

Aus Zustandsdaten lassen sich mit Machine Learning Ausfallwahrscheinlichkeiten ableiten. Predictive Maintenance Deutschland hilft, ungeplante Stillstände zu vermeiden und Wartungsfenster effizient zu planen.

Durch präzisere Vorhersagen sinken Kosten für Ersatzteile und Notfallreparaturen. Beispiele aus Projekten mit Fraunhofer, Siemens und Bosch belegen messbare Laufzeitverbesserungen.

Edge- vs. Cloud-Lösungen und Datenschutz in Deutschland

Edge-Systeme verarbeiten Daten lokal, was Latenz reduziert und die Kontrolle über sensible Informationen stärkt. Cloud-Plattformen bieten zentrale Analysen und Skalierbarkeit für große Datenmengen.

Entscheider wägen Edge Cloud Datenschutz ab, um DSGVO-Anforderungen und industrielle Sicherheitsstandards zu erfüllen. Viele Firmen setzen auf lokale Rechenzentren wie AWS Germany oder Microsoft Azure Deutschland oder auf On-Premises-Architekturen.

  • Netzwerksegmentierung und Verschlüsselung
  • Identitäts- und Zugriffsmanagement
  • Standards: ISO 27001, BSI-Empfehlungen, NIS2

Die Kombination aus IoT Produktion, sorgfältiger Maschinendaten Analyse, gezielter Predictive Maintenance Deutschland und klaren Edge Cloud Datenschutz-Maßnahmen schafft eine sichere Basis für kontinuierliche Verbesserungen in der Industrie.

Softwarelösungen für Produktionsplanung und -steuerung

Moderne Fertigungsbetriebe in Deutschland setzen auf digital vernetzte Systeme, um Produktion transparenter und flexibler zu gestalten. Die richtige Software verbindet Planung mit dem Shopfloor und schafft die Datenbasis für schnelle Entscheidungen.

MES unterstützt die Steuerung und Rückverfolgbarkeit von Produktionsabläufen. Systeme wie Siemens OpCenter, Dassault DELMIA und Rockwell FactoryTalk erfassen Kennzahlen direkt an der Maschine. So entsteht die Lean-Transparenz, die für MES Lean erforderlich ist.

Ein funktionierendes MES reduziert Suchzeiten, dokumentiert Arbeitsschritte und unterstützt standardisierte Prozesse. Das hilft, Verschwendung zu vermeiden und die Durchlaufzeiten zu senken.

APS-Lösungen lösen komplexe Planungsprobleme. Anbieter wie Preactor/SAP und Quintiq optimieren Rüstfolgen und reduzieren Bestände. Durch APS Losgrößenoptimierung sinkt die Überproduktion, Kapazitäten werden effizienter genutzt.

APS trägt zur Feinplanung bei. Es verbessert Liefertermintreue und minimiert Umrüstaufwände. Kleine Losgrößen bleiben rentabel, weil die Planung Rüstzeiten intelligent bündelt.

ERP Shopfloor Integration verbindet Geschäftsebene und Fertigung. Eine nahtlose Schnittstelle zwischen SAP ERP, MES und APS ermöglicht Echtzeitdaten für bessere Priorisierung und Steuerung.

Technisch kommen APIs, Middleware und Standardprotokolle zum Einsatz. Diese Werkzeuge verhindern Informationssilos und ermöglichen schnelle Reaktionen auf Störungen.

Eine erfolgversprechende Implementierungsstrategie beginnt mit Pilotprojekten. Schrittweise Rollouts und begleitendes Change Management sichern Akzeptanz bei der Belegschaft.

Marktakteure im deutschen Umfeld sind SAP, Siemens, Dassault Systèmes und Rockwell. Spezialisten für APS bieten ergänzende Funktionen, die in Kombination den Nutzen für Produktionssteuerung Deutschland steigern.

Qualitätsmanagement durch Technologie

Moderne Fertigungsbetriebe setzen auf Technologie, um Qualitätsziele sicherer und messbar zu erreichen. Systeme verbinden Produktionsdaten mit Prüfresultaten und schaffen damit eine Basis für schnelle Entscheidungen im Qualitätsmanagement Industrie.

Automatisierte Inspektion und Bildverarbeitung

Kamerasysteme von Herstellern wie Cognex und Basler helfen bei der 100%-Kontrolle in kritischen Prozessen. Deep-Learning-Modelle erkennen Oberflächenfehler, Maße und Montagespuren zuverlässig. Dadurch sinken manuelle Prüffehler, die Konsistenz steigt und die Durchlaufzeiten verkürzen sich.

Datengestützte Ursachenanalyse

Für eine schnelle Root Cause Analysis datenbasiert kombinieren Teams Qualitätsdaten mit Prozess- und Maschinendaten. Werkzeuge wie Minitab oder Tableau unterstützen SPC und Six Sigma-Analysen. Auf diese Weise lassen sich Fehlerquellen schneller eingrenzen und präventive Maßnahmen planen.

Rückverfolgbarkeit und Compliance-Vorteile

Track-and-Trace-Lösungen, Barcode- und RFID-Systeme schaffen lückenlose Dokumentation und erleichtern Audits. Das verbessert Rückverfolgbarkeit Produktion und vereinfacht den Umgang mit Produkthaftung und regulatorischen Vorgaben in Branchen wie Automotive und Medizintechnik.

  • Einsparpotenzial durch frühzeitige Fehlererkennung.
  • Reduzierte Reklamationsraten und schnellere Rückrufprozesse.
  • Integration von QM-Modulen in MES-Systeme für durchgängige Datenflüsse.

Bei der Umsetzung hilft eine schrittweise Integration und gezielte Schulung von Qualitätsingenieuren. Praxisnahe Lösungen binden bewährte Lieferanten wie Cognex und Zebra ein und steigern so die Akzeptanz im Team. Mehr zu KI-gestützten Ansätzen in der Fertigung steht auf dieser Seite.

Schulungen und Change Management mit digitalen Mitteln

Digitale Trainings und begleitende Change-Programme helfen Betrieben, neue Prozesse schneller zu verankern. Unternehmen wie PTC und Siemens bieten konkrete Tools, die Lernzeiten verkürzen und Trainingsqualität sichern. Die Kombination aus eLearning, AR-Anwendungen und klaren digitalen Abläufen stärkt das tägliche Arbeiten.

E-Learning, Augmented Reality und Trainingssimulationen

Webbasierte Kurse und simulationsbasierte Übungen ermöglichen standardisierte Schulungen für Fertigungsmitarbeiter. E-Learning Produktion reduziert Zeiten für Präsenzschulungen und sorgt für nachvollziehbare Lernpfade.

AR-gestützte Anleitungen, zum Beispiel mit Microsoft HoloLens oder PTC Vuforia, zeigen Schritt-für-Schritt-Arbeitsabläufe direkt am Arbeitsplatz. Solche AR Trainings Industrie senken Fehlerquoten und erhöhen die Sicherheit.

Digitale Standardarbeitsanweisungen und Wissensmanagement

Eine Standardarbeitsanweisung digital bereitzustellen, bedeutet Versionierung, Multimedia und direkten Zugriff über Tablets am Shopfloor. Verbindung mit MES-Systemen wie Siemens Teamcenter schafft konsistente Standards.

Das digitale Wissensmanagement macht Erfahrung sichtbar. Nutzer finden Anleitungen, Videos und Checklisten an einem Ort. Dies verbessert die Qualität und reduziert Nacharbeit.

Einbindung der Belegschaft und Akzeptanzförderung

Erfolgreiches Change Management Lean beruht auf Beteiligung. Pilotprojekte mit Mitarbeitenden, transparente Kommunikation und Anerkennung von Verbesserungsvorschlägen schaffen Vertrauen.

Gamification-Elemente und messbare Metriken wie Lernfortschritt, Fehlerquote nach Training und Nutzungsraten digitaler Anweisungen geben schnelle Rückmeldung. Betriebsräte und Gewerkschaften werden früh eingebunden, um Akzeptanz zu sichern.

  • Messgrößen: Lernfortschritt, Fehlerquote, Nutzungsrate, Mitarbeiterzufriedenheit.
  • Anbieterbeispiele: PTC, Siemens (Teamcenter Learning), Cornerstone und spezialisierte AR-/VR-Anbieter.

Wirtschaftliche Bewertung und Implementierungsstrategien

Eine strukturierte wirtschaftliche Bewertung Lean Technologie beginnt mit klaren Kennzahlen. Methoden wie Total Cost of Ownership, Net Present Value, ROI Industrie 4.0 und Payback liefern eine quantitative Basis für jede Investitionsentscheidung Lean. Indirekte Effekte — etwa höhere Lieferfähigkeit, Qualitätsverbesserungen und Mitarbeiterzufriedenheit — werden ergänzend bewertet, um den Gesamtwert zu erfassen.

Für die Implementierungsstrategie Produktion empfiehlt sich ein gestuftes Vorgehen: Assessment, Pilotprojekt, Rollout und kontinuierliche Verbesserung im Kaizen-Zyklus. Pilotprojekte sollten nach Hebelwirkung auf Verschwendung, Datenverfügbarkeit und Umsetzbarkeit priorisiert werden. Klein starten, messen, lernen und skalieren reduziert Risiken und erhöht den Nutzen.

Kosten- und Nutzenfaktoren beinhalten Hardware, Softwarelizenzen, Integration, Schulung und Change Management. Typische Nutzenkennzahlen sind reduzierte Bestände, geringerer Ausschuss und höhere Produktivität. Solche Größen lassen sich in Kostenstellen und Kennzahlen abbilden, um eine belastbare Investitionsentscheidung Lean zu treffen.

Risikomanagement umfasst technische, Datenschutz- und kulturelle Risiken. Milderungsmaßnahmen sind Proof of Concept, Sicherheitskonzepte und frühzeitige Einbindung der Belegschaft. Bei der Anbieterwahl zählen Branchenkenntnis, Integrationsfähigkeit und Service. Finanzierungsoptionen wie Leasing oder Förderprogramme von KfW und ZIM erleichtern die Umsetzung und verbessern die Wirtschaftliche Bewertung Lean Technologie.

FAQ

Wie unterstützt Technologie Lean Manufacturing in deutschen Produktionsbetrieben?

Technologie erhöht Transparenz, automatisiert Routineaufgaben und verbindet Planung mit Shopfloor. Dadurch lassen sich Verschwendung, Durchlaufzeiten und Fehler reduzieren. Lösungen wie MES, APS, IoT‑Sensorik und digitale Dashboards schaffen die Datengrundlage für Kaizen, Just‑in‑Time und Wertstromoptimierung und helfen, messbare KPIs wie OEE und First Pass Yield zu verbessern.

Welche digitalen Werkzeuge eignen sich zur Prozessvisualisierung?

Digitale Dashboards (z. B. mit Microsoft Power BI, Siemens OpCenter oder Qlik) zeigen KPIs in Echtzeit. Value‑Stream‑Mapping‑Tools digitalisieren Prozesskarten und erlauben Simulationen. Virtuelle Tafeln und Andon‑Boards unterstützen Shopfloor‑Management und Gemba Walks, beschleunigen Problemlösung und machen Maßnahmen nachvollziehbar.

Wann lohnen sich Cobots und Robotik im Lean‑Umfeld?

Cobots von Herstellern wie Universal Robots oder KUKA sind besonders dann sinnvoll, wenn flexible, teilautomatisierte Arbeitsplätze mit Variantenvielfalt bestehen. Sie reduzieren ergonomische Belastung, erhöhen Taktstabilität und sind schnell umrüstbar. ROI tritt häufig innerhalb von 12–36 Monaten ein, vor allem bei hohen Stückzahlen oder repetitiven Aufgaben.

Wie unterstützt IoT Predictive Maintenance und welche Rolle spielt Datenschutz?

IoT‑Sensoren erfassen Vibration, Temperatur oder Strom und liefern Daten für Machine‑Learning‑Modelle, die Ausfälle vorhersagen. Predictive Maintenance reduziert ungeplante Stillstände und Wartungskosten. Deutsche Datenschutzanforderungen (DSGVO, BSI‑Empfehlungen) verlangen sichere Verschlüsselung, Netzwerksegmentierung und oft Edge‑ oder On‑Premises‑Lösungen zur lokalen Datenhaltung.

Welche Vorteile bringen MES und APS für Lean‑Prinzipien?

MES sorgt für Rückverfolgbarkeit, Standardisierung und Echtzeit‑Transparenz auf dem Shopfloor. APS optimiert Losgrößen und minimiert Rüstzeiten. Zusammen mit ERP‑Integration (z. B. SAP) verbessern sie Auftragspriorisierung, reduzieren Bestände und vermeiden Informationssilos – wichtige Hebel für Lean‑Effekte.

Wie hilft Bildverarbeitung bei Qualitätsmanagement und Rückverfolgbarkeit?

Kamerasysteme und Deep‑Learning‑gestützte Bildverarbeitung (Anbieter wie Cognex, Basler) erkennen Oberflächenfehler und Abweichungen automatisiert. In Kombination mit Track‑and‑Trace (Barcode/RFID von Zebra) und digitalen Chargenbüchern entsteht lückenlose Rückverfolgbarkeit, die Audits vereinfacht und Reklamationskosten senkt.

Auf welche Weise verbessern digitale Schulungen und AR die Implementierung von Lean‑Maßnahmen?

E‑Learning, AR‑Anleitungen und Simulationen (z. B. PTC Vuforia, Microsoft HoloLens) verkürzen Einarbeitungszeiten und erhöhen Trainingseffektivität. Digitale Standardarbeitsanweisungen sorgen für konsistente Prozesse. Frühzeitige Einbindung der Mitarbeitenden, Pilotprojekte und Gamification steigern Akzeptanz und Nachhaltigkeit von Veränderungen.

Wie berechnet man Wirtschaftlichkeit und Priorisierung von Digitalisierungsprojekten?

Methoden wie Total Cost of Ownership, NPV und ROI berücksichtigen direkte und indirekte Effekte. Priorität haben Projekte mit hoher Hebelwirkung auf Verschwendung, vorhandenen Daten und überschaubarer Komplexität. Empfohlene Vorgehensweise: Assessment → Pilot → Messen → Skalieren. Förderprogramme (z. B. KfW, ZIM) können Finanzierung erleichtern.

Welche Sicherheits‑ und Integrationsanforderungen sind bei Implementierung zu beachten?

Wichtige Aspekte sind Netzwerksicherheit, Identitätsmanagement, Verschlüsselung und Einhaltung von Standards (OPC UA, ISO 27001, NIS2). Technisch sind APIs, Middleware und standardisierte Protokolle notwendig, um ERP, MES, APS und Shopfloor‑Systeme nahtlos zu integrieren. Proof of Concept und modulare Pilotzellen reduzieren Implementierungsrisiken.

Welche typischen KPIs verbessern sich durch den gezielten Einsatz von Technologie?

Häufig spürbare Verbesserungen zeigen sich bei OEE, First Pass Yield, Durchlaufzeit, Lagerbestand und Rüstzeiten. Beispiele aus Industrieberichten nennen reduzierte Stillstandszeiten durch Predictive Maintenance und niedrigere Bestände durch APS‑Optimierung.

Welche deutschen und internationalen Anbieter sind relevant für Unternehmen, die Lean und Industrie 4.0 verbinden wollen?

Relevante Anbieter und Forschungspartner sind Siemens (Digital Industries, OpCenter, Mendix), Bosch (Bosch Rexroth), SAP (Manufacturing Cloud, Preactor), KUKA, ABB, Universal Robots, Fraunhofer‑Institute, Cognex und Zebra. Systemintegratoren und spezialisierte Beratungen unterstützen bei Evaluation und Umsetzung.